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Survival! Hier gibt es Tipps wie man in der Wildniss überlebt! Was man bauen kann, essen, trinken und wie man wieder in die Zivilisation zurück kehrt!

Am besten ist ein Überlebensmesser was man kaufen kann, er enthällt alles wichtige was man zum Überleben braucht. Streichhölzer, Angelschnur mit Haken, Feuerstein, Messer, Säge, Kompass, usw. Man kann auch eigene dinge die man für Wichtig hällt mit rein stecken!

Verwendung von ALUFOLIE

 

 

  • Topf-Ersatz:
    Da Alufolie nicht verbrennt ist sie sehr gut zum kochen und garen von Lebensmitteln geeignet. Entweder zu einem Topf formen oder die Lebensmittel hineinwickeln und in die Glut legen.
  • Isolation gegen Kälte:
    Ob als Unterlage zum liegen, Unterhemd, Handschuhe oder Mütze - Alufolie isoliert bestens, lässt sich leicht formen und ist dazu auch noch wasserdicht.
  • Signale geben:
    Das Licht reflektiert auf der Oberfläche und wird vom Radar wahrgenommen.

Zünder

Als Zünder eignet sich jedes Brennmaterial das bei einem Minimum an Hitze Feuer fängt. Voraussetzung ist das es trocken ist.
Beispiele hierfür sind:
- getrocknete, verdorrte Gräser und Äste
- verdorrtes, trockenes Holz, Nadeln und Tannenzapfen
- Holzmehl, selbst geraspelt oder aus Bohrlöchern von Insekten
- Bast
- abstehende Feinsthaut an Birken
- abstehnede feine Rinde
- Bleistiftspäne
- Vogelfedern, Tierwolle, wobei das Wollfett noch als Brandbeschleuniger dient
- Feuerschwamm: dies Ufoförmigen Pilze, die an Baumstämmen wachsen. Schälen, trocknen und zerhacken
- Stoff, Leinen, Leder

Brennmaterial

Holz:
Je härter das Holz, desto größer die Hitze! Weiche Hölzer brennen schneller ab und erzeugen mehr Funken. Feuchtes Holz hält Insekten fern. Wenn man länger Feuer haben möchte, sollte man trockenes und feuchtes Holz mischen.
Als Brennholz eignen sich: Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Birke, Buche, Eiche und Esche

Feuerstelle

Die Feuerstelle ist enorm wichtig und sollte dem Zweck immer angepasst sein. Die Vorsorge dafür, dass es nicht übergreifen kann sollte stets an erster Stelle stehen!
Folgende Sachen sind wichtig: Die Feuerstelle sollte min 2 m von Baumstämmen entfernt sein und Material, das Feuer fangen und leiten kann sollte sich nicht in unmittelbarer Nähe befinden. Das Feuer sollte mit trockenen Steinen umrandet werden, nasse könnten explodieren oder eine passende Mulde dafür gegraben werden. Es sollte genügend Erstbrennmaterial (Zünder) vorhanden sein. Das Brennmaterial wird normalerweise von unten nach oben, von fein bis groben Material gestapelt, so das überall ausreichend Sauerstoff hinzu kommt. Angezündet wird dann auf der Windzugewandten Seite. Sollten die Bedingungen aufgrund wenig Brennmaterial, letztes Streichholz, Regen etc. erschwert sein, wird dem ersten Flämmchen Windschutz gegeben.
Feuer sollte man nie unbeaufsichtigt lassen. Löschmaterial wie Wasser oder Sand sollte immer bereit stehen. Wenn man es nicht mehr braucht - GUT löschen und prüfen, ob es auch wirklich aus ist.

Feuer machen

Streichhölzer oder Feuerzeug sollten eigentlich immer dabei sein. Wenn nicht, wird es schwierig, ein Feuer zu machen, es gibt aber mehrere Methoden.

1) Brennglas:
Sonnenlicht durch eine konvexe Linse (z.B. Lupe, Brille für Weitsichtige, Objektiv, Fernglas) auf ein leicht entflammbares, lockeres Material wie zerknülltes Papier oder trockenes Gras bündeln. Hierbei soll an dem Punkt, wo der gebündelte Lichtstrahl auf das Material auftrifft, ein möglichst kleiner Lichtpunkt erzeugt werden. Je nach Lichtintensität sollte dieses nach wenigen Sekunden erst rauchen, dann brennen. Damit dann größere Holzstücke in Brand setzen. Funktioniert am besten Mittags, ohne Sonne geht natürlich nichts.

2) Feuerbohren:
Aus einem Ast und einer Schnur einen kleinen Bogen basteln (ca. 20-30cm). In die Schnur dann einen trockenen Ast einspannen. Diesen Ast senkrecht auf ein trockenes Stück flaches Holz stellen und von oben ein ebensolches auf den Ast drücken. Sand auf der Reibefläche verstärkt die Reibung. Mit trockenem Gras oder einem anderen guten Brennstoff locker einhüllen. Dann den Bogen rasch hin und her bewegen, so dass die Reibung zwischen Ast und Unterlage Hitze erzeugt, die dann den Brennstoff entzündet. Wenn es zu rauchen anfängt, kann die Feuerentwicklung durch pusten beschleunigt werden. Das Ganze erfordert sehr viel Geschick und Geduld. Ohne Bogen geht das auch, ist aber viel schwieriger und langwieriger. Weiches Holz ist besser geeignet als hartes.

3) Steine schlagen:
Entweder Sie haben Schwefelkies (Pyrit, Markasit) zur Verfügung, gegen den Sie einen harten Stein (Feuerstein) schlagen und so Funken erzeugen können, oder Sie brauchen es gar nicht erst zu versuchen. Feuersteine alleine reichen nicht aus.


4) Feuer transportieren:
Wenn man es schon mal zu einem Feuer gebracht hat, möchte man es vielleicht zur Sicherheit für die kommende Nacht oder Rast mitnehmen.
Möglich ist dies mit:
- Blechdose: Dose durchlöchern, Glut hineinfüllen, verschließen und mit einem langem Tragegriff, am besten aus Draht transportieren.
- Korb: entweder man hat zufällig einen bei sich oder flechtet sich selbst einen aus frischen Ästen. Dieser wird dick mit frischen Blättern ausgelegt und die Glut darauf platziert.
- Seil: am besten ein dickes Naturseil an einem Ende anbrennen lassen und ausblasen. Nun brennt es langsam der Schnur entlang ab.


Nahrung, Essen aus der Natur

  • Brennesseln:
    Als Tee, Salat oder abgekocht, schmecken dann ähnlich wie Spinat
  • Löwenzahn:
    Die Blätter als Salat, die Wurzeln schmecken abgekocht wie Karotten.
  • Rinde:
    Das innere weiße in Streifen schneiden und kochen.
  • Nüsse:
    Nüsse (z.B. Haselnüsse, Bucheggern, Edelkastanie etc.) sind ungefährlich und fetthaltig.
  • Schilfwurzeln:
    reichlich zu finden an Gewässerufern; enthalten viel Stärke; Schilf ganz unten am Grund herausziehen, die Halme könnten scharf sein.
  • Birkensaft: Birke anritzen und Saft trinken
  • Kiefer:
    Eine Kalorienbombe und Vitamin C-Liferant im Wald. Essbar sind die Blüten, die Nadeln enthalten viel Öl, das Harz und die Innenrinde junger Äste.

Orientierung ohne Kompass

selbstgebastelter Kompass: Was man benötigt: Glas, Wasser, magnetisierte Nadel.
Wasser in Glas (Becher, Schale, etc. zur Not tut es auch eine Pfütze) füllen.
Um die Nadel zu magnetisieren reibt sie an einem Magnet, eurem Wollpullover oder an euren Haaren.
Schmiert die Nadel mit etwas Öl, zu Not auch mit etwas Ohrenschmalz ein und legt sie vorsichtig mit Hilfe einer Schnur, Haar, Grashalm etc. auf das Wasser.
Die Nadel richtet sich nun nach etwas Zeit nach Norden und Süden aus (es sollten natürlich keine anderen magnetischen Dinge in der Nähe liegen oder sein).

Sonne:
Wir kennen alle noch dem Spruch aus dem Kindergarten:
Im Osten geht die Sonne auf,
im Süden nimmt sie ihren Lauf,
im Westen wird sie untergehen,
im Norden ist sie nie zu sehn.
Wer ihn nicht kennt, schnell auswendig lernen, er könnte zur groben Orientierung sehr hilfreich sein.

Orientierung mit Armbanduhr:
Mit Hilfe einer analogen Armbanduhr kann man ebenfalls Norden und Süden bestimmen.
Es geht so:
Richtet den Stundenzeiger so aus, das er zur Sonne zeigt. Nun den Winkel zwischen "12:00 Uhr" und dem Stundenzeiger halbieren. In dieser Richtung liegt Süden.
z.B.: Es ist genau zwei Uhr, dann liegt Süden auf ein Uhr.
Während der Sommerzeit muss man natürlich eine Stunde abziehen. (anstatt 12 Uhr dann 1 Uhr nehmen)
Wer keine analoge, sondern eine digitale denkt oder malt sich einfach eine analoge mit der aktuellen Uhrzeit.
Diese Orientierungshilfe funktioniert super in Europa, umso näher man an den Äquator kommt, desto ungenauer wird es.

 

Natur:
Auf der Nordseite haben Bäume weniger Äste und sind feuchter, daher wachsen dort mehr Moose und Flechten.
Auf der Südseite ist es dichter bewachsen, Früchte sind reifer, der Schnee schmilzt schneller im Winter etc.

Und noch ein kleiner historischer Tipp:
Früher wurden Kirchen so gebaut, das der Altar im Osten und der Kirchturm im Westen steht.

Wasser/Trinken

Wasser aus schnell fließenden Gewässern ist im allgemeinen sauberer als solches aus langsam fließenden oder stehenden. Klares Wasser ist vorzuziehen. Zu kaltes Wasser sollte vor dem Genuss erwärmt werden, ist dies nicht möglich, dann nur sehr langsam trinken.

Um schmutziges Wasser zu filtern, sind natürlich kommerzielle Wasserfilter oder spezielle Filtertabletten am besten. Die stehen aber oft nicht zur Verfügung.
Verunreinigtes Wasser bekommt man sauberer, indem man es durch eine mit Sand gefüllte (frische) Socke filtert. Gegen Krankheitserreger hilft das allerdings meist nicht. Vermutet man solche im Wasser, sollte man es abkochen. Eine weitere Methode gegen Bakterien ist, Wasser in einer durchsichtigen, farblosen PET-Flasche (ohne Etikett) für mehrere Stunden (mindestens sechs Stunden, bei Bewölkung mindestens zwei Tage) in der möglichst prallen Sonne stehen zu lassen.

Meerwasser zu entsalzen ist extrem schwierig, wenn die Temperaturen nicht so sind, dass es gefriert. Wassereis ist selbst dann sehr salzarm, wenn es aus Salzwasser entstand. Die äußere Schicht des Eises sollte man wegkratzen, den Rest auftauen.